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Hermann Schenkel & Sam Szembek - Linie

18.09. - 23.10.2016 in der Kleinen Galerie

„Der Zeichner Hermann Schenkel besticht seit vielen Jahren durch die Souveränität seines Strichs. Mal ist es die eher aufgerissene Linie im Spiel mit peitschen- artigen Schraffuren und gelegentlichen farblichen Akzentuierungen. Dann wieder konzentriert sich der Zeichner in puristischen Lack- stiftlinien auf sein Hauptmotiv – die Figur, um in Reduktion und Klarheit die Kunst seiner zeichnerischen Formulierung zu „zelebrieren“. Und schließlich, fast um zu zeigen, dass auch der Umgang mit dem Pinsel für ihn ein spannender ist, kreiert er in seinen Tuschpinselzeichnungen Szenarien, die an klassische Comicwelten erinnern. Es ist die Lust am Zeichnen, die Kraft der Linie, die Souveränität des Strichs , die seine künstlerische Arbeit auszeichnen.“

M. Hammer

Einerseits beschäftigen sich diese Zeichnungen mit dem Zeichnen selber und andererseits haben diese Arbeiten eine lange Vergangenheit, die für mich selber immer noch eine Rolle spielt: mein Bezug zum Gegenständlichen. Eine Grammatik, die als Erfahrung von mir durchlebt ist. Es ist ein langer Weg, der zu dieser Sprache geführt hat, und die Sprache ist so diffizil, dass ich sie immer wieder finden muß....dass ich immer neu nach dieser Sprechmöglichkeit “Zeichnen” für mich selber suche.

Die Setzungen sind keine Formspekulationen; es steht nicht mein intellektuelles Denken, sondern ich selbst als Person stehe zur Debatte: ob ich diese Kraft, diese Konzentration entwickle oder nicht. Im Sehen zu korrigieren, das ist mein Zeichnen.

Auszüge aus Briefen von Sam Szembek an Stefan Graupner, München