A- A A+
Zur Tourismus-Seite

Mit gutem Beispiel voran – Best Practice-Beispiele der Stadtverwaltung und der Kurbetriebe

Derzeit werden die herkömmlichen Computer-Tower der Stadtverwaltung durch die neuen stromsparenden „Thin Clients“-Geräte ersetzt. Wo vorher ein Rechner mit 100 Watt stand, reicht nun ein kleines Gerät mit gerade einmal 4 Watt, das zudem auch noch wesentlich leiser arbeitet. Je nachdem wie alt das Vorgängermodell war, können so pro Rechner 20 bis 50 Euro Stromkosten pro Jahr eingespart werden. Laut IT-Abteilung der Stadtverwaltung ist eine solche Umstellung bei 80 bis 90 % aller Arbeitsplätze machbar, lediglich für rechenaufwendige Programme, wie zum Beispiel CAD, werden weiterhin normale Tower benötigt. Durch die Virtualisierung der Server konnten außerdem die Server-Kästen von 7 auf 2 reduziert werden. Auf einem davon finden nun um die zehn „virtuelle“ Server Platz, mit denen dann gearbeitet wird. Die neuen Geräte weisen außerdem einen Energiesparprozessor mit einer geringeren Verlustleistung auf. Hier reduzieren sich die Stromkosten von 5.000 auf 1.000 Euro im Jahr. Zudem wurden die alten 50-Watt-Monitore der Mitarbeiter durch sparsame LED-Varianten mit etwa 22 Watt ersetzt. Würden in ganz Deutschland nach diesem Prinzip die Computer-Arbeitsplätze ausgestattet, so könnte auf die Leistung von mehreren Atomkraftwerken verzichtet werden.

Das Thermalbad der Stadt Bad Waldsee hat große Teile des Energie- und Ressourcenkonzeptes erheblich optimiert. So wird zum Beispiel das abgebadete Wasser aus den Becken zur Toilettenspülung genutzt, es wurden wassersparende Armaturen, Duschköpfe und Perlatoren verbaut, ein Frequenzumformer in der Schwimmbadtechnik eingesetzt, Müll- und Kartonagepressen eingeführt sowie umfassend über Mülltrennung informiert. Ein Blockheizkraftwerk sorgt für Strom und Wärme. Außerdem wurde die Energieverteilung der einzelnen Bäder effizienter gestaltet und unter anderem eine uneffiziente Fernleitung stillgelegt. Durch diese und weitere Maßnahmen spart das Thermalbad nun jedes Jahr 18.600 m³ Frischwasser, 38.978 m³ Abwasser, 118.000 kWh Strom, 1.836.300 kWh Wärme und somit 250.556 Euro.