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Richard Allgaier: Reisebilder

22.03. - 07.06.2015 in der Kleinen Galerie

Während seiner ausgedehnten Reise durch den Tschad im Jahr 2014 hat Richard W. Allgaier gemalt, gezeichnet, skizziert. Prähistorischen Felsmalereien inspirieren seine Motive und eröffnen den Blick in eine Vergangenheit, zu den Anfängen der Malerei, die in ihrer zeitlosen Darstellung für ihn als Maler wegweisend in der Kunst sind. Das Spannungsfeld zwischen Ursprung und Gegenwart wird auch in der anschließenden Filmreise durch Marokko in seinen Arbeiten sichtbar und im Inhalt des „Roadmovies“ von Roman Teufel aufgegriffen. Übersetzt in eine moderne Bildsprache findet diese „Zeitreise“ in seinen Aquarellen, Skizzen und Mischtechniken ihren Ausdruck. Seine Bilder erforschen die Frage, wo verlangsamt sich die Zeit, gewinnt sie an Intensität und wo ist sie flüchtig? Abrupt wurde die Zeitreise in die Langsamkeit und Stille wachgerüttelt, als auf dem Heimweg in Hafennähe von Nador ein Halt gemacht wurde. Dort traf der Maler auf Soldaten, die Flüchtlinge daran hinderten, nach Europa zu gelangen. Seine Sägearbeit "Es kommt ein Schiff geladen", die vor der Galerie als Bronzeguss gezeigt wird, bekommt dort eine besonders tiefe und fundamentale Bedeutung.