Neues aus Bad Waldsee
Seniorinnen und Senioren bringen ihre Ideen für die Landesgartenschau ein


Foto: Brigitte Göppel

Wie soll Bad Waldsee in Zukunft aussehen? Welche Orte können weiterentwickelt werden? Und welche Ideen tragen dazu bei, die Lebensqualität für alle Generationen zu steigern? Mit diesen Fragen lud Oberbürgermeister Matthias Henne im Rahmen des Formats „HenneHörtHin Ü65 #Landesgartenschau-Bewerbung“ Seniorinnen und Senioren zu einem Austausch ins Historische Rathaus ein. Rund 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung und beteiligten sich engagiert an der anschließenden Diskussion.
Zu Beginn der Veranstaltung stellte Stadtplanerin Tina Mühleck von PLANSTATT SENNER gemeinsam mit Oberbürgermeister Matthias Henne den aktuellen Stand des Bewerbungskonzepts für die Landesgartenschau vor. Dabei wurde deutlich, dass eine Landesgartenschau weit mehr ist als eine mehrmonatige Veranstaltung. Im Mittelpunkt stehen vor allem die sogenannten Daueranlagen – also Maßnahmen und Projekte, die die Stadt langfristig aufwerten und auch weit über die Gartenschau hinaus einen Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger schaffen sollen.
Das derzeitige Bewerbungs-Konzept basiert auf fünf Entwicklungsschwerpunkten. Im Bereich Altstadt sollen die historische Innenstadt und ihre Aufenthaltsqualität weiter gestärkt werden. Ein zweiter Schwerpunkt widmet sich dem Stadtsee und einer neuen Parklandschaft, um die Verbindung von Natur, Erholung und Freizeit weiter auszubauen. Der Schlosspark mit der Bleiche soll als grüner Erlebnis- und Begegnungsraum noch besser in Szene gesetzt werden. Mit dem Hangpark ist zudem eine attraktive Verbindung zwischen den höher gelegenen Stadtbereichen und der Innenstadt vorgesehen. Als fünfter Schwerpunkt steht die Entwicklung einer „Neuen Stadt“ im Bereich des Bahn- und BAG-Areals im Fokus. Dort werden unter anderem neue Wohn- und Aufenthaltsflächen sowie eine bessere Verkehrsführung als langfristige Entwicklungsperspektiven betrachtet.
Im Anschluss entwickelte sich ein lebhafter und offener Austausch. Die Seniorinnen und Senioren brachten zahlreiche Fragen, Anregungen und Ideen ein. Diskutiert wurden unter anderem die Barrierefreiheit, ausreichend Sitzgelegenheiten, sichere Fuß- und Radwege sowie die Gestaltung öffentlicher Plätze und Grünanlagen. Auch Themen wie die Erreichbarkeit der Innenstadt, die Aufenthaltsqualität am Stadtsee und die Entwicklung des Bahnhofsareals wurden angesprochen.
„Die Erfahrungen und der Blick unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger sind für die Entwicklung unserer Stadt sehr wertvoll. Ich freue mich über die vielen konstruktiven Beiträge und den offenen Dialog“, sagte Oberbürgermeister Matthias Henne. Die Anregungen aus der Veranstaltung werden in den weiteren Beteiligungsprozess zur Landesgartenschau-Bewerbung einfließen.
Weitere Beteiligungsformate für Bürgerinnen und Bürger aller Generationen sind ebenfalls vorgesehen.
Weitere Dialogveranstaltungen
Die Bürgerbeteiligung wird in den kommenden Monaten fortgesetzt. Bereits beim Altstadt- und Seenachtfest am 1. und 2. August besteht die Möglichkeit, sich am Stand der Landesgartenschau-Bewerbung vor dem Historischen Rathaus über die Planungen zu informieren und eigene Ideen einzubringen.
Eine weitere Dialogveranstaltung zur Landesgartenschau-Bewerbung findet am Samstag, 10. Oktober, von 10 bis 13 Uhr statt und richtet sich an Bürgerinnen und Bürger aller Generationen. Bereits am Mittwoch, 23. September, lädt Oberbürgermeister Matthias Henne von 17 bis 19.30 Uhr zum Format „HenneHörtHin Jugend #Landesgartenschau-Bewerbung“ ein.
Text: Brigitte Göppel
