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Aktion zur Plastikmüllvermeidung der Realschule und des SBBZ

Vogelfütter-Häusle aus alten Plastikflaschen, schicke Blumentöpfe aus Joghurtbechern und lustige Windräder aus Capri-Sonne-Verpackungen – das sind nur einige der Bastelideen, die die Realschüler der Klassen 7, 8 und 9 sowie die Schüler des SBBZ gemeinsam mit ihren Lehrern derzeit mit Feuereifer entwerfen und basteln. Einige ihrer Werke werden die Schüler zum Energie- und Mobilitätstag am Samstag, 28. April, mitbringen und im Rahmen einer Ausstellung präsentieren. 

Es wird aber auch Mitmach-Angebote geben, bei denen die Schüler zeigen, was man aus Müll Tolles basteln kann. So werden die Realschüler am Energietag mit den Besuchern Geldbeutel aus Tetra-Pack-Verpackungen herstellen, es werden Fische und Sonnen aus CDs gebastelt und Zucker-Peelings hergestellt. 

Ein großes Problem, nicht nur im Meer, sondern auch der städtischen Kläranlage. Nicht nur wegen des Verpackungsmülls – in den Produkten selbst steckt Plastik. Und genau darüber wollen die Schulen nicht nur informieren, sondern auch ganz konkret zeigen, was man dagegen tun kann. Zum Beispiel kann Peeling auch selber hergestellt werden – etwa das genannte Zucker-Peeling. Oder ein rein natürlicher Lippenbalsam. Beim Energietag wird das am Stand der Schulen präsentiert. Hergestellt wird es mit Honig und Waben aus der eigenen Realschul-Imkerei, Sonnenblumenöl und Kakaobutter – abgefüllt in ein hübsches Gläschen und alles ganz ohne Plastik. Gegen eine Spende für einen guten Zweck darf jeder, der möchte, das „Bad-Waldseer-Realschul-Lippenbalsam“ mitnehmen und ausprobieren.

Ob Müll sammeln am Stadtsee, Aktionen auf dem Pausenhof oder „Upcycling“ im Unterricht – das Thema Umwelt- und Naturschutz hat bei den Bad Waldseer Schulen eine große Bedeutung und wird gleich in mehreren Schulfächern behandelt. Dazu gehören auch ganz alltägliche Dinge, wie man zum Beispiel sein Pausenbrot umweltgerecht verpackt oder welche Art von Getränken man wählt. So entstand die Aktion, aus alten Plastikverpackungen wieder etwas Sinnvolles herstellen – das sogenannte Upcyling. „Das macht richtig Spaß und wir kommen auf immer neue Ideen. Die Schüler sind mit Feuereifer dabei“, erklärt Lehrerin Nicola Schrafft von der Realschule. Sie selber lebt dieses Thema und hat zum Beispiel aus alten Plastiktüten eine schicke neue Tasche gehäkelt. Auch die Rektoren, Holger Kläger von der Realschule sowie Jochen Mikat vom SBBZ, stehen voll und ganz hinter diesem wichtigen Zukunftsthema und freuen sich, dass ihre Schulen beim Energie- und Mobilitätstag mit dabei sind. 

Mikroplastik
Etliche Kosmetik- und Körperpflegeprodukte sind mit Kunststoffen angereichert; sie dienen dort als Schleifmittel oder verbessern Glanz und Konsistenz. Über den Abfluss gelangt das Plastik allerdings ins Meer und wird dort zum Problem – zu den Umweltauswirkungen der Stoffe ist wenig bekannt. Was man jedoch weiß: Die winzigen Teilchen saugen Giftstoffe auf wie ein Schwamm. Der größte Teil des Mikroplastiks, das sich in unseren Meeren befindet, stammt aus Müll wie PET-Flaschen und Plastiktüten, die von Wellen und UV-Strahlung allmählich zerrieben werden. 

Upcycling
Upcycling ist ein Mischwort aus Aufwerten („Up-“) und Wiederverwerten („Recycling“). Die Idee ist, scheinbar nutzlose Dinge oder gar Abfälle in neuwertige Produkte umzuwandeln, um die Notwendigkeit für die Neuproduktion von Dingen und Materialien zu reduzieren und auf diese Weise nachhaltiger zu leben. Anders als beim einfachen Recycling wird beim Upcycling das Material tatsächlich aufgewertet.  

Bild:
Tolle Ideen was man aus Müll noch alles basteln kann, werden Schüler der Realschule und des SBBZ beim diesjährigen Energietag am Samstag, 28. April, von 10 bis 15 Uhr, auf dem Grabenmühlplatz präsentieren.