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Georg III. - "Der Bauernjörg"

Die gotische Umschrift nennt Name und Sterbetag von Truchsess Georg I., der 1467 starb. Der berühmteste Waldburger ist der 1488 zu Waldsee geborene Georg III., genannt "der Bauernjörg". Als in fast allen Teilen des Reiches die Bauern aufstanden um gegen die Bevormundung durch Adel und Kirche zu kämpfen, gelang es dem Bauernjörg 1525 diesen Aufstand niederzuschlagen.

So hart war die Kriegsführung, dass sich die Bauern ausgeblutet und ausgebrannt wieder der Obrigkeit fügten. Kaiser Karl V. bedankte sich bei dem siegreichen Feldhauptmann, indem er ihm die Herrschaft Zeil verlieh, die Georgs Vorfahren schon seit 200 Jahren als Reichspfand innehatten. Außerdem wurde Georg III. das Recht verliehen, sich des Heiligen Römischen Reiches Erbtruchsess zu nennen.

Die Waldseer bekamen den Bauernjörg nur selten zu sehen. Meist war er mit großen Aufgaben bis nach Wien, Speyer, Stuttgart unterwegs. Als sich seine Frau mit den Kindern in Gefahr befand, weil die allgäuischen Aufständischen das Schloss bedrohten, wurden sie von Waldsee in den Schutz der Stadt aufgenommen. Es dauerte zwei Jahre, bis sich der Reichserbtruchsess für diese Tat bedankte: 1527 erklärte er den "Bösen Brief", der hundert Jahre lang auf der Stadt gelastet hatte, für nichtig.