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Bürgerinformation - 02.07.2012

Stadt stellte Vorgehen zum Lärmaktionsplan vor

BAD WALDSEE (bg) - Lärm ist in der heutigen Gesellschaft schon ein bedeutendes Thema und zählt zu den größten Umweltproblemen in unserer Gesellschaft – deshalb hatte die Stadt Bad Waldsee am Montag alle Bürgerinnen und Bürger zur Bürgerinformation in die Stadthalle eingeladen. Gekommen waren nicht einmal 40 Zuhörer.

Bürgermeister Roland Weinschenk begrüßte die Anwesenden und informierte über den anstehenden Lärmaktionsplan, den die Stadtverwaltung gemeinsam mit den Bürgern bis 18. Juli 2013 erstellen möchte. Er informierte dabei über die Umgebungslärmrichtlinien, mit denen ein gemeinsames Konzept festgelegt werden soll, um vorzugsweise schädlichen Auswirkungen, einschließlich der Belästigung gegen Umgebungslärm vorzubeugen, beziehungsweise zu mindern. Dr. Ing. Uwe Frost von der Ingenieurgesellschaft

Dr. Brenner mit Sitz in Dresden informierte im Anschluss über die Vorgehensweise zur Erstellung des Lärmaktionsplans sowie über die bis dato ermittelten Erkenntnisse wie die einzelnen Lärmkarten und natürlich über die nächsten Schritte. Basis für die Erstellung des Lärmaktionsplans sei der Verkehrsentwicklungsplan der Stadt. Ein weiterer wesentlicher Punkt sei dabei auch die Bürgerbeteiligung. Deshalb seien Fragebögen erstellt worden, die in der Stadthalle am Ausgang auslagen. Dr. Frost ging in seiner Präsentation auf alle Aspekte der Lärmproblematik ein, vor allem darauf, ab wann Lärm schädlich ist und ab wann von Lärmminderung gesprochen werden kann. Sachgebietsleiter Peter Natterer informierte die Zuhörer über die technischen Details und erläuterte dabei den erstellten Bürger-Fragebogen.

Die Fragebögen liegen im Bürgerbüro, im Bauamt (1. Stock) und in den Ortschaftsverwaltungen aus. Außerdem können sie im Internet unter www.bad-waldsee.de unter „Bürger“, „Umwelt & Energie“ heruntergeladen werden. Auf der städtischen Homepage können alle weiteren wichtigen Informationen zum Thema Lärmaktionsplan wie die Lärmkarten oder die Präsentation eingesehen werden.

Anschließend kamen die Bürger zu Wort und konnten Fragen stellen und Anregungen abgeben. Die Fragen lauteten zum Beispiel, wer denn die Lärmschutzmaßnahmen wie etwa eine Lärmschutzwand bezahlen würde. „Die EU hat verdeutlicht, dass sie keine Zuschüsse zur Verfügung stellt“, so Natterer. Weiter wurde gefragt, warum die nördlichen Ortschaften nicht aufgeführt seien. Das würde nachgeholt, versprach Dr. Frost. Ein Zuhörer machte den Vorschlag, Ampeln abzuschaffen und dafür Zebrastreifen und Kreisverkehre zu bauen. Außerdem sollen Kavalierstarts und hupende Fahrzeuge strenger bestraft werden. Ein Bürger regte an, die Bürgerbeteiligung zu vertiefen und einen Workshop anzubieten. Bürgermeister Roland Weinschenk erklärte, dass es ja den Fragebogen gibt und die Ergebnisse daraus transparent gemacht werden.

Weitere Infos: www.leise-abfahren.de

Den ausgefüllten Fragebogen können Sie per Post, per Fax oder per E-Mail bis 23. Juli schicken an:

Stadt Bad Waldsee
Bauamt – Baurecht
Ravensburger Straße 2
88339 Bad Waldsee
E-Mail-Adresse
m.schmid@bad-waldsee.de
Faxnummer
07524/94-1308

Oder im Bürgerbüro sowie bei den Ortsverwaltungen abgeben.