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Bettina Pradella - Malerei

14.07. - 08.09.2019 in der Kleinen Galerie

 

In meiner Arbeit behandle ich Fragen nach dem Wesen von Freiheit:

Wie selbstbestimmt sind wir wirklich, wie fremdbestimmt sind wir eigentlich?

Geschieht etwas mit dem Menschen, womöglich gegen seinen Willen oder übt der Mensch Einfluss auf den Gegenstand aus, mit dem er interagiert?

In den Zeichnungen begegnen uns Leitmotive, wie z.B. vielfach verwickelte Spannbänder oder Kabel, die ungewollte Einengungen visualisieren, in denen ein Akteur und ein Gegenstand um die Vorherrschaft ringen.

Spezifika aus Protestszenen und der militanten Szene, wie Absperrbänder, abgeschlagene Glasflaschen oder Vermummungen des Gesichts erhöhen die Drastik dieses Spannungsfeldes.

In der Malerei steht ein Demonstrant einer Übermacht gegenüber, von der er nur überwältigt werden kann. Die geringe Aussicht auf Erfolg tut seiner Entschlossenheit kein Abbruch, sondern suggeriert eine Überzeugung von der Bedeutung des eigenen Handelns.

Die Titel aller Arbeiten beschränken sich sprachlich bewusst auf Wörter, die Handlungen oder einen Zustand beschreiben, generalisieren diese und enthalten meist eine Doppeldeutigkeit, die sich nicht auf eine Interpretation festlegen lässt, noch soll.