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Dorothea Gratwohl - Installation

12.05. - 30.06.2019 in der Kleinen Galerie

 

Die Ulmer Künstlerin arbeitet seit nunmehr 4 Jahren mit jüdischem Material, der Kippa. Ein religiöses Stück wird versachlicht, indem es ironisch, ästhetisch, ernsthaft oder auch humoristisch in Bild, Objekt oder Installation gesetzt wird.

Im Rahmen der Triennale Ulmer Kunst 2015 entstand so eine bodenfüllende Arbeit in der Kunsthalle Weishaupt. Dort ordnete die Künstlerin das religiöse Artefakt dem Lauf der Zeit unter.

Die schwarzen Kopfbedeckungen wurden mit einer weissen Leine versehen, quasi ein Mittel, das eine mögliche Ordnung mit sich bringen kann. Diese kurze Leine wurde nun in einer beständigen Rotation von 12 Uhr, 3 Uhr, 6 Uhr und 9 Uhr ausgelegt und in gleichmäßigem Abstand auf ca. 44 qm vor der Schauwand in der Halle installiert. 

Der Betrachter wird eingeladen, einen objektiven Blick auf das Material zu werfen. Ist das noch ein Kippa? Oder sind das 50 kleine, kreis- und halbrunde Stoffteile mit einer angenähten Schnur? 

Dorothea Grathwohl dekliniert ihr Thema konsequent durch und variiert in unterschiedlichen Techniken. Neue Fotokollagen auf Aludibond zeigen das Spektrum des Spiels mit den gestapelten Kippot und den Leinen, eine Plattenwandinstallationen geht auf die  Ausstellungsräume ein und eine Bodeninstalltion bezieht sich auf den Raum an sich. Stelen werden bestückt mit Stapelvariationen und grafische Arbeiten mit den lang angeleinten Kippot ist eine weitere Spielart mit der Thematik.