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Energieexkursion 2016

Ein energiereiches und strammes Programm hatte das Bad Waldseer Energieteam bei seiner Energie-Exkursion nach Friedrichshafen am vergangenen Donnerstag zu absolvieren.Stationen waren das Technische Rathaus, die Wissenswerkstatt, die Energiezentrale auf dem Bildungs-und Technologiecampus sowie generell der Uni-Campus der Dualen Hochschule Baden- Württemberg.
Die erste Station führte die 16-köpfige Gruppe am Vormittag in das Technische Rathaus der Stadt Friedrichshafen zum gegenseitigen Austausch. Empfangen wurden sie vom Ersten Bürgermeister Dr. Stefan Köhler, dem Tiefbauamtsleiter Wolfgang Kübler sowie vom Umwelt- und Nachhaltigkeitsbeauftragen der Stadt, Dr. Tillmann Stottele.
Die Stadt Friedrichshafen ist ebenfalls wie die Stadt Bad Waldsee mit dem European Energy Award (eea) in Gold ausgezeichnet und wurde in den vergangenen Wochen rezertifiziert. Um die vielfältigen und wichtigen Aufgaben im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes zu meistern, brauche es sehr viel Energie von allen daran Beteiligten, so Bürgermeister Dr. Köhler, der sich über den Austausch mit dem Bad Waldseer Energieteam freute.
Den Gästen wurden dann die Stärken der Stadt Friedrichshafen im Bereich des European Energy Awards vorgestellt. Jede Stadt hat ihre eigenen Vorzeigeprojekte. In Friedrichshafen liegen diese in mehreren Bereichen. Hervorzuheben ist der Bereich Entwicklungsplanung/Raumordnung. Schon vor mehr als 15 Jahren wurde zum Beispiel das Baugebiet Wiggenhausen als Solarsiedlung in Angriff genommen. Momentan steht der dritte Bauabschnitt, der den Passivhausbau vorschreibt, an.
Weitere Leuchtturmprojekte sind die Nahwärmenetze in der Innenstadt, die mit der Abwärme aus der Industrie versorgt wird. Hervorzuheben ist auch die Verkehrspolitik, die seit Jahren die Verknüpfung des öffentlichen Nahverkehrs mit dem Radverkehr (27 Prozent Radanteil) vorantreibt sowie die Aktivitäten im Bereich der Elektromobilität. Auch der „Grüne Bauhof“, der seine Wärme aus Abfallholz und seinen Strombedarf von der Sonne deckt, ist beispielhaft. Sicherlich ein außergewöhnliches Projekt wird der in vier Bauabschnitte aufgeteilte neu geplante „Velo-Ring“ sein so­wie der Radschnellweg von Meckenbeuren kommend. Nach drei Stunden Energieinformation und Austausch dankte Bürgermeister Roland Weinschenk für die Gastfreundschaft und die Zeit, die sich die Friedrichshafener Vertreter genommen haben und betonte: „Energie ist ein Thema, das alle Kommunen beschäftigt.
Nach der kurzen Mittagspause wurde die Wissenswerkstatt Friedrichshafen mit den Laboren und Werkräumen besichtigt. Zuvor informierte Geschäftsführer Robert Vöhringer über das Angebot und die Ziele der Wissenswerkstatt. Größtes Ziel sei es, junge Menschen für Technik zu begeistern. Die Schüler sollen aber auch bei den Projekten erkennen, ob ihnen Technik liegt oder nicht. Im Rahmen des Besuches wurde schnell klar, dass auch die Bad Waldseer Schulen Kontakt mit der Wissenswerkstatt aufnehmen werden.
Weiter führte die Tour zur Energiezentrale im Bildungs-und Technologicampus Fallenbrunnen. Hier betreibt das „Stadtwerk am See“ ein Blockheizkraftwerk, das den gesamten Campus mit Strom und Wärme versorgt. Udo Woble von den Stadtwerken stellte den Gästen aus Bad Waldsee die gesamte Anlage sowie die weiteren Klimaprojekte des Stadtwerks vor.
Bei der nächsten und letzten Station durften die Bad Waldseer „Studentenluft“ schnuppern, denn es stand der Besuch der Dualen Hochschule Baden-Württemberg auf dem Programm. Hier werden Elektrotechnik, Energie- und Umwelttechnik gelehrt. Prof. Dr. Gunnar Schubert erläuterte die vielfältigen Möglichkeiten und die einzelnen Forschungsprojekte der Dualen Hochschule. Zum Abschluss wurde die überdachte Radabstellanlage mit Akku- Ladestation und Photovoltaikversorgung besucht.

Text: Brigitte Göppel/Stadtverwaltung


BU: Unter anderem informierte sich das Energieteam der Stadt Bad Waldsee über die Wissenwerkstatt der Stadt Friedrichshafen. Abgebildet sind (von links) Andrea Denzel, Brigitte Brenner, Brigitte Göppel, Regine Rist, Claudia Altvater, Bürgermeister Roland Weinschenk, Robert Vöhringer (Geschäftsführer der Wissenwerkstatt), Peter Natterer, Walter Göppel (Energieagentur Ravensburg), Alexander Haudek, Klaus Schwarzkopf, Thomas Manz, Gerlinde Buemann, Werner Vollmer, Martin Nuber und Harald Beyrle.

Foto: Jörg Uhde


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