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Gut-Betha-Brunnen

Auf dem winkligen Gut-Betha-Platz zwischen Stiftskirche und Franziskanerinnenkloster wurde zu Ehren der Waldseerin Elisabeth Achler - überall als "die selige Gute Beth" bekannt - ein Brunnen errichtet.

Elisabeth Achler wurde 1386 als Tochter eines Waldseer Flachswebers geboren. Konrad Kügelin, der damalige Propst des Chorherrnstifts, erkannte in dem heranwachsenden Mädchen schon früh eine besondere "Lauterkeit, Reinheit und Herzenseinfalt". Da die Knechte und Mägde im Achlerhaus "nach der Welt Gewohnheit freventlich mit Worten umgingen, Singen und Schimpfen und solchen Dingen", kam Elisabeth schon mit 14 Jahren in die Obhut einer frommen Frau, bei der sie wirken und weben lernte. Mit 17 zog sie im Franziskanerinnenkloster Reute ein, das Propst Konrad Kügelin eigens für sie und weitere Nonnen erbauen ließ. Elisabeth führte das fromme Leben einer Mystikerin. Sie starb mit 34 Jahren.

Konrad Kügelin war bis zuletzt ihr Beichtvater. Nach ihrem Tod wurde er ihr Biograph. Schon bald nach dem Tod der Nonne pilgerten unzählige Wallfahrer nach Reute, um in der guten Beth die Wundertäterin Oberschwabens zu verehren. 1766 wurde Elisabeth Achler seliggesprochen. Noch immer ist die Wallfahrtskirche im nahen Reute das Ziel vieler Pilger. Dort wird im Sockel des Gut-Betha-Altars der gläserne Sarg mit den sterblichen Überresten der Nonne aufbewahrt.