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Insektenhotel im Tannenbühl

Im Tannenbühl ist nach langer Vorbereitung ein großes, so genanntes „Insektenhotel“ fertig gestellt worden. Es handelt sich um eine überdachte Behausung, gefüllt mit verschiedensten Brutmöglichkeiten für unterschiedliche Insekten. Für die gerade aus der Winterruhe erwachte Insektenwelt ist es jetzt ein geeigneter Zeitpunkt, den Tieren dieses Angebot zu machen.

Die Idee, ein Insektenhotel im Tannenbühl aufzustellen, hatte Wolfgang Wacker. Er ist als engagierter Jäger und Naturschützer häufig im Tannenbühl unterwegs. In Zusammenarbeit mit dem städtischen Forstrevier, den Zimmerleuten des Baubetriebshofes, aber vor allem dank seines Engagements konnte die Idee nun erfolgreich verwirklicht werden. Die Materialien zur Ausstattung hat Wolfgang Wacker gespendet und gefertigt.

Das Insektenhotel soll im Tannenbühl die Waldbesucher informieren und bei waldpädagogischen Veranstaltungen als Schauobjekt dienen.

Potenzielle Gäste wie Hummeln, Wildbienen, seltene Wespen, Florfliegen oder verschiedene Käfer können die Unterkunft ab sofort zur üppigen Vermehrung nutzen. Die ersten Gäste sind schon während der Bestückung des Rahmens spontan eingezogen. Dass in diesem Moment noch Menschenhände daran arbeiteten, habe sie nicht abgeschreckt, sagt Stadtförster Martin Nuber, der in das Projekt Insektenhotel ebenfalls eingebunden ist.

Übrigens gilt in den Brutröhren tatsächlich ein alter Spruch: „Die Ersten werden die Letzten sein.“ Denn die Eier der Schlupfwespen, die zuerst in den Brutröhren abgelegt werden, liegen ganz hinten und sind somit auch zuerst fertig entwickelt. Aber sie warten geduldig, bis jene, die später dran sind, auch bereit sind und den Weg frei machen.

Wolfgang Wacker wohnt zwar in Altshausen, ist aber mit Bad Waldsee schon lange Zeit verbunden, erst durch den Karateverein, dann als Jäger und Freund des Tannenbühls. Als Rentner und mithelfender Jäger ist er öfters im Freizeitpark anzutreffen und informiert die Gäste über die Tiere und nun  auch über das neue Insektenhotel, das er auch pflegen wird. Neben der Infotafel zu den wichtigsten Insekten, die voraussichtlich einziehen werden, will er noch eine weitere Tafel anbringen, die von der Eiablage bis zum Schlüpfen die verschiedenen Stadien der Entwicklung erklären soll. Wie wichtig und richtig diese Insektenhotels sind, sehe er in seinem eigenen Garten. Dort freue er sich derzeit über etwa 1000 Schmetterlinge. Das habe auch seinen Nachbarn fasziniert, der das nächste Hotel bekomme, erzählt Wacker.

 

BU: Das Bild zeigt das neue Insektenhotel mit dem „Erbauer“ Wolfgang Wacker, der sein „Hotel“ gerne den Besuchern näher erklärt.

Foto: Brigitte Göppel/Stadt Bad Waldsee