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Museum im Kornhaus

Dem Rathaus gegenüber liegt breit und ruhig das Haus, in dem Waldsee jahrhundertelang sein Getreide aufbewahrte. Getreide war das Hauptnahrungsmittel. War das Kornhaus voll, brauchte die Stadt keinen Hunger zu leiden. Auch der gefürchtete Getreidewucher konnte nicht um sich greifen, wenn die Vorräte groß genug waren. Waldsee hatte durch sein fruchtbares Hinterland soviel Getreide, dass es in die Schweiz ausführte. Getreide hatte in Waldsee eine universale Bedeutung. Es diente der Stadt auch als Zahlungsmittel. So wurde mit den Lehrern der städtischen Schule stets ein Getreidelohn ausgehandelt.

Schon 1348 wird ein Kornhaus erwähnt, aber das heutige Aussehen mit dem gotischen Staffelgiebel stammt aus dem Jahr 1492. Bis nach dem Ersten Weltkrieg diente das Haus als Fruchtschütte. Seit 1972 ist es zu neuem Leben erwacht. Die Stadt zeigt hier zusammen mit dem Museums- und Heimatverein die Reichtümer ihrer Vergangenheit in einem Museum, das auf eine 100-jährige Tradition zurückblicken kann. Bereits 1913 wurde im Alten Theater im Spitalhof ein Altertumsmuseum eröffnet. Was daraus wurde, ist erlebenswert: ein faszinierender Gang durch die Geschichte.

Das Museum im Kornhaus feierte 2013 sein 100 jähriges Jubiläum. Weitere Infos finden Sie hier.

Öffnungszeiten:
Fr bis So 13.30 bis 17.30 Uhr