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Ralf Bittner - Bilder-Fotos

11.11.2018 - 30.12.2018 in der Kleinen Galerie

 

Ein Bild ist kein Bild.


Die Wirklichkeit der Bilder ist zuerst die Wirklichkeit ihrer eigenen Bedingungen. Es sind dies die Erscheinungen von Farbe, ihre Tonalität und Gestaltung. In gleicher Weise aber auch des materiellen Trägers, der dieser Erscheinung Form und Struktur verleiht, sowie die Korrespondenz des Bildes zum Raum. Diese Bezüge sind es, mit denen ich arbeite und auf die ich hinweisen möchte. In meiner Arbeit geht es rein um das Erlebnis, das Ereignis von Imago-die Wirklichkeit eines Bildes, die sich in der Betrachtung erst bildet. Dabei soll ein Bild kein ideales sein, das heißt, es soll nicht die Ableitung einer Idee oder geistigen Vorstellung sein, weil deren Erscheinung immer nur Subjektkonstruktion ist.

Hierbei bediene ich mich einer Methodik, die scheinbar zufällig Bilder findet. Dabei wird nicht von der bewussten Herstellung einer mentalen Imago ausgegangen, eines inneren Bildes, das es dann auszudrücken gilt. Die Arbeit besteht mehr im Finden und Sammeln von Eindrücken, die als Anregungen für eine weitergehende Gestaltung dienen. Erst in späteren Überarbeitungen werden natürliche oder naturhafte Äußerungen modifiziert und unterstrichen.

Indem sie den Bereich des deutbaren und eine Deutung ansprechenden Bekannten verlassen, sollen diese Arbeiten auf ihre eigene Wirklichkeit verweisen.