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Eine Sage

Noch 1730 feierte die Stadt Waldsee ihr 1400-jähriges Bestehen. Als man später mit der Vergangenheit exakt umgehen lernte, nannte man dies eine Sage. Sagen haben tatsächlich einen anderen Wahrheitsgehalt als historische Quellen. Sie bewahren etwas auf, das dem Volksgedächtnis wichtig genug war, behalten und überliefert zu werden. Auch wenn die römische Kaiserin Helena mit der Gründung von Waldsee nichts zu tun haben sollte, auch wenn nur den ersten Herren von Waldsee damit eine hohe Abkunft bescheinigt werden sollte.

Wesentliches jener Zeit hat sich dennoch in der Sage verdichtet

Das Wesentliche war für die damaligen Bewohner des Landes, dass durch die römischen Eroberer zum ersten Mal Herrschaft begründet wurde. Die Germanen kannten zwar eine Gefolgschaft, aber sie kannten weder Burgen noch Herrschaft. Wenn es etwas zu entscheiden gab, trafen sie sich beim Thing, einer Versammlung, wo jedem das gleiche Stimmrecht zustand.

Das Land gehörte allen

Die römische Lebensform, wonach alles dem Kaiser gehörte und das "gemeine Volk" für die Obrigkeit arbeitete, war ihnen fremd. Die Römer hinterließen bei ihrem Rückzug die römische Herrschaftsform als bleibendes Erbe. Was dieses Erbe bewirkte, zeigt uns beispielhaft die Geschichte von Bad Waldsee.