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Schütze dein Bestes!


Angebote des Polizeipräsidiums Konstanz, Referat Prävention in Ravensburg

Schaltzentrale, Netzwerk, Speicher, Bildverarbeitung, Sprache, Motorik, Emotionen, Erinnerungen und Persönlichkeit - dies alles ist in ca. 1,5 Kilo „wabbeliger Biomasse“ vereint - dem Gehirn: Soft- und Hardware vom Feinsten! Aber bereits kleinste Verletzungen können fatale Folgen haben, vergleichbar mit einem Netzwerkschaden oder einer beschädigten Festplatte. Reset gefällig? Reparaturmöglichkeiten sind trotz hoch entwickelter Medizin beschränkt. Der Mensch ist auf die volle Funktionsfähigkeit seines Gehirns angewiesen - jede Verletzung kann den Verlust seiner Persönlichkeit, seines Erinnerungsvermögens, seiner Sprache usw. bedeuten - ohne Gehirn läuft nichts! Was weg ist, ist weg! Deshalb lohnt es sich, sein BESTES – DAS GEHIRN – zu schützen!
Das Gehirn mit seiner Großartigkeit, Unersetzlichkeit und Verletzlichkeit steht im Mittelpunkt der Botschaften und Angebote des Polizeipräsidiums Konstanz, Referat Prävention in Ravensburg, die am Energietag, Samstag, 28. April, mit diesem Schwerpunktthema vertreten sein werden.
Außerdem informieren die Experten über die Themen:
Fahrradsicherheit (Diebstahl, Fahrradpass, Qualität v. Fahrradschlössern), Einbruchsschutz (kostenfreies Angebot unserer Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle) und Seniorenprävention (Enkeltrick, Falscher Polizeibeamter…).

Auf der Skipiste oder im Radsport ist es inzwischen selbstverständlich, einen Ski- oder Radhelm zu tragen – im Alltag des Straßenverkehrs oder beim Freizeitsport leider immer noch nicht. Die meisten Hirnverletzungen resultieren aus Freizeitunfällen etwa mit dem Skateboard, den Inlinern oder mit dem Fahrrad. Experten gehen davon aus, dass mit Fahrradhelmen bis zu 80 Prozent aller Kopfverletzungen bei Radunfällen vermieden werden könnten. Die Folgen eines Schädelhirntraumas können bis zum Wachkoma und einer lebenslangen Behinderung reichen.

Dass Aufklärung wichtig ist, verdeutlicht ein Blick auf die Unfallbilanz. Im Jahr 2016 wurden von der Polizei insgesamt 10.116 (2015: 9.699) Radfahrunfälle registriert. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent. 8.715 Fahrradnutzer (8.452) verunglückten vergangenes Jahr auf Baden-Württembergs Straßen, davon 53 (42) tödlich. Ein Fahrradhelm kann auch Erwachsene bei Stürzen vor Schädelverletzungen schützen. Dass hier noch Aufklärungsbedarf besteht, macht ein Blick auf die Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen deutlich. Während im Vorjahr in Deutschland 76 Prozent der Kinder von sechs bis zehn Jahren einen Radhelm trugen, lag die Helmtragequote für Radfahrer von 11 bis 16 Jahren bei 34 Prozent und ab 17 Jahren nur noch zwischen sieben und 21 Prozent. Eltern und Großeltern müssen selbst als Vorbild vorangehen und einen Fahrradhelm tragen.