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Nationale Projekte des Städtebaus


„Ich habe heute die schöne Aufgabe, in dieser Runde etwas ganz Positives mitzuteilen“, sagte Stadtbaumeisterin Andrea Denzel zu Beginn. „Wir sind informiert worden, dass die Stadt aus dem Förderprogramm ‚Nationale Projekte des Städtebaus‘ einen Zuschuss in Höhe von 4,46 Millionen Euro erhalten wird.“ Anschließend zeigte sie Daten, Fakten und Hintergründe zum Projekt „Altstadt für alle“, mit dem sich die Stadt Bad Waldsee um die Förderung beworben hatte.  Die historische Altstadt soll für Bewohner und Besucher durch ein umfassendes Netz barrierefreier Wege, neue Aufenthaltsräume und eine intensive Grünvernetzung attraktiver gestaltet werden. Die Gesamtkosten des Projekts „Altstadt für alle“ belaufen sich auf 6,69 Millionen Euro. Zwei Drittel – also 4,46 Millionen – fördert der Bund. 

Ein Drittel – also 2,23 Millionen – verbleiben bei der Stadt. Die Gesamtmaßnahmen in den Jahren 2019 bis 2023 sind:

Herstellen eines barrierefreien Wegenetzes in der Altstadt Umbau Bleichestraße, Reduzierung der Fahrspuren, Herstellung barrierefreier Querungsmöglichkeiten und barrierefreier Bushaltestellen, Herstellen von Fahrradabstellanlagen Neugestaltung eines barrierefreien Willkommens- und Marktplatzes mit Offenlegung eines Gewässers und Anlage von Grünbereichen in der Grabenmühle Nach dem Jahr 2023, als letzter Bauabschnitt, folgt die Herstellung der Festwiese.

Ziele seien die Stärkung der vorhandenen Qualitäten der Altstadt sowie die Erhöhung der Auffindbarkeit und die Attraktivität der Altstadt, sagte die Stadtbaumeisterin. Der Besucher könne sich von dieser Schnittstelle aus barrierefrei durch die komplette Altstadt bewegen. 

Für die Bewohner der Altstadt entstehe ein attraktives Grünangebot, was zu einer Stärkung des Wohnstandortes führe. „Nichts weniger als die Teilhabe aller an der Stadt ist das wichtigste Ziel des Projekts ‚Altstadt für alle‘. Für Bewohner wie für Besucher soll die Altstadt ein einladender, zugänglicher, sicherer und attraktiver Ort sein“, so Denzel. Damit verfolge die Stadt Bad Waldsee ein hohes gesellschaftliches Ziel, verbunden aber auch mit der Erkenntnis, dass eine hohe Attraktivität der historischen Altstadt für viele unterschiedliche Zielgruppen wichtig für deren Zukunftsfähigkeit sei. 

Wohnortnahe Freiraumqualität sowie Barrierefreiheit bis zur Haustür seien wichtige Faktoren für die Attraktivität des Wohnens in der Altstadt. Der öffentliche Raum als Aufenthaltsraum und Erlebnisort sei zudem ein wichtiger Faktor für die Attraktivität der Altstadt für Besucher, Touristen und Bewohner, um auch den innerstädtischen Einzelhandel zu stärken. In Zeiten des Online-Handels funktioniere innerstädtischer Handel nur, wenn Einkaufen zum Gesamterlebnis werde.

Zum Abschluss ihrer Präsentation dankte Andrea Denzel allen Beteiligten – allen voran dem Gemeinderat für dessen Zustimmung, den Bürgern für deren Beteiligung, den Büros Citiplan und Freiraumplanung Sigmund, den Verantwortlichen der Stadt, den Bundestagsabgeordneten Axel Müller und Martin Gerster, dem Landtagsabgeordneten Raimund Haser sowie dem Bundesministerium des Innern. Als nächster Schritt stehe mit dem Ministerium ein Koordinierungsgespräch an.