Project Description

Fairer Handel in Bad Waldsee

Bad Waldsee ist zertifizierte Fairtrade-Stadt.
Deshalb möchten wir monatlich Bürgerinnen und Bürger vorstellen und darstellen, warum sie den fairen Handel unterstützen.

Marianne Ploil am 5. November 2020

„Ich kaufe fair Gehandeltes weil…“

die Produkte sozialverträglich hergestellt und  vermarktet werden, zum Beispiel Kaffee und Kakao. Für mich steht der Verzicht auf Kinderarbeit im Fokus. Bei meiner Wahl für konventionelle Ware, stärke ich die bäuerlichen Strukturen in meinem Heimatdorf und Umgebung, zum Beispiel durch Kauf von Fleisch, Milch, Käse, Eiern, Gemüse, Fisch und Brot direkt vom Hof. Gründe dafür: Obst und Gemüse aus der Region können an der Pflanze
reifen, das Fleisch stammt von artgerecht gehaltenen Tieren, das Brot wird aus regionalem Getreide gebacken. Mit meinem Kaufverhalten hoffe ich, meinen Kindern und Enkelkindern eine noch lebenswerte Welt zu hinterlassen.“

Marianne Ploil aus Haisterkirch ist ehrenamtliche Mesnerin, arbeitet aktiv im Seniorenteam Haisterkirch und gestaltet die dortigen Seniorennachmittage mit. Zudem ist sie stellvertretende Vorsitzende im Stadtseniorenrat Bad Waldsee.

Ulrich Köpfler am 1. Oktober 2020

„Ich kaufe fair Gehandeltes weil…“

Wir alle möchten von Kindesbeinen an fair und gerecht behandelt werden. In der Familie, in der Schule, im Erwerbsleben, von Politik und Gesellschaft. Dadurch fühlen wir uns respektiert und wertgeschätzt. Die Würde eines Menschen hängt auch davon ab, ob ihm Gerechtigkeit widerfährt.
Gerade im Erwerbsleben wollen wir, dass unsere Leistungen entsprechend bewertet und geachtet werden – etwa als Landwirt*in, als Arbeiter*in, als Pfleger*in, als Führungskraft. Zu dieser Wertschätzung gehören gerechte Löhne und faire Preise.
Unser marktwirtschaftliches System ist nicht aus sich heraus gerecht. In unserem Land haben wir viele Regelungen, die eine gerechtere Entlohnung der Erwerbsarbeit erst ermöglichen.
International ist das marktwirtschaftliche System brutaler. Ärmere Länder und ärmere Menschen sind der wirtschaftlichen und politischen Macht der reichen Länder oft ausgeliefert.
Der faire Handel ist ein Weg, auch den Erwerbstätigen der ärmeren Länder mehr Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Er verändert spürbar die Lebensbedingungen von Menschen. Und vielleicht verändert er auch unsere Haltung.

Ulrich Köpfler leitet die Bahnhofsmission in Aulendorf und lebt in Bad Waldsee.

Christine Lang

Christine Lang am 2. September 2020

„Ich kaufe fair Gehandeltes weil…

… hinter all den hochwertigen und leckeren Produkten die wir konsumieren immer Menschen stehen, die es verdient haben, fair behandelt zu werden. Angefangen bei angemessenen Löhnen, über gerechte Arbeitsbedingungen, bis hin zu Wertschätzung gegenüber den Menschen, deren Arbeit und ihren Produkten. Ich möchte durch die Mitarbeit im Weltladen und dem Kauf von Fairgehandelter Ware einen Beitrag leisten, mehr Gerechtigkeit in der Welt zu schaffen, und dies auch meinen Kindern mit auf den Weg geben.“

Christine Lang, Erzieherin in der Eugen Bolz Schule und im Kindergarten Sankt Johannes in Michelwinnaden. Sie unterstützt seit 25 Jahren den Weltladen als ehrenamtliche Mitarbeiterin.

Margret Scheifele am 23. Juli 2020

„Ich kaufe fair Gehandeltes, weil … 

die sichere Abnahme von Produkten wie zum Beispiel Kaffee, Kakao, Mangos, aber auch von handwerklich gefertigtem Kunstgewerbe, sichere Einkommen für ihre Produzenten gewährleistet. Sie sind stolz auf die Produkte ihrer Hände Arbeit, darauf Genossenschaften gegründet zu haben, die den Schulbesuch ihrer Kinder ermöglichen, und dass ihre Kinder nun die Chance erhalten, durch Bildung bessere Lebensbedingungen zu erwerben. Viele Menschen in der sogenannten Dritten Welt sind dann nicht auf Almosen durch Spenden angewiesen. Es gibt nur eine Welt, die alle Menschen miteinander teilen. Auf diese Weise kann ich jeden Morgen unser Luxusgetränk Nummer eins – den Kaffee – genießen.“

Margret Scheifele hat zehn Jahre lang im Bad Waldseer Weltladen als ehrenamtliche Mitarbeiterin gewirkt und während dieser Zeit einige Produzenten persönlich kennengelernt.

Thomas Bergmann

Thomas Bergmann am 25. Juni 2020

„Ich kaufe fair Gehandeltes weil…

…ich uns in der sogenannten ‚Ersten Welt‘ auch in der Verantwortung gegenüber den Mitmenschen in anderen Ländern der Erde sehe. Unser Kaufverhalten trägt zu mehr oder eben auch weniger Gerechtigkeit dort bei, wo meistens weder die Arbeitsbedingungen noch die sozialen Verhältnisse, wo weder die Umwelt- noch die Bildungsstandards mit unseren vergleichbar sind. Faire Produkte zu kaufen ist gelebte Nächstenliebe und ich finde es wichtig, meinen Beitrag in diesem Sinne zu leisten.“

Thomas Bergmann ist als Lehrer am Gymnasium Bad Waldseer seit vielen Jahren in der Umwelt-AG aktiv und unterstützt die Fairtrade-Steuerungsgruppe sowie den Weltladen als Bindeglied zu den Schulen.

Erdmute Menge am 14. Mai 2021

„Ich kaufe fair Gehandeltes, weil … 

gerade in Zeiten der weltweiten Krise Solidarität untereinander, besonders aber mit den Kleinproduzenten des Globalen Südens, wichtig ist. Neben den belastenden Folgen des Klimawandels haben diese jetzt ganz besonders schwer mit dem Einbruch der Absatzmärkte zu kämpfen. Grundlegende existenzielle Bedürfnisse wie Ernährung, Gesundheitsvorsorge, Bildung sind dadurch, zusätzlich zu meist instabilen politischen Verhältnissen, in hohem Maße gefährdet. Klar, auch im wesentlich besser aufgestellten Norden leiden die Menschen unter den Auswirkungen der Krise auf die gesamten Lebensverhältnisse, haben Angst um ihre Existenz. Aber wir haben ein gutes Gesundheits- und Bildungssystem, massive staatliche Unterstützung. Wir können im Unterschied zu den Menschen im globalen Süden unseren täglichen Bedarf weitgehend decken. Und deswegen auch ist es wichtig, über unsere eigenen Ängste und Sorgen hinaus, mit unserem Einkauf gezielt den Fairen Handel zu unterstützen. Gemeinsam schaffen wir es dann, dass nicht nur wir, sondern auch die Partner des Fairen Handels in Zukunft eine lebenswerten Perspektive haben. Ein Aphorismus aus Afrika sagt: Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“

Erdmute Menge ist seit vielen Jahren Mitglied der Fairtrade-Steuerungsgruppe der Stadt Bad Waldsee. Zudem engagiert sie sich ehrenamtlich in der Arbeitsgemeinschaft eine Welt e. V. und ist deren Erste Vorsitzende.

Richard Pschibul am 23. April 2020

„Ich kaufe fair Gehandeltes, weil … 

ich die Arbeitsgemeinschaft Eine Welt vor mehr als 30 Jahren mitbegründet habe. Unser Anliegen damals war es, für mehr Gerechtigkeit, für mehr Gleichheit, für mehr Frieden, für mehr Menschlichkeit in unserer Welt einzutreten. Wir wollten nicht, dass auf arme Dritte-Welt-Länder und ihre Bewohner mildtätig herab geschaut und allenfalls großzügig gespendet wurde, sondern dass diese durch eigenes Tun und mit Selbstbewusstsein uns auf Augenhöhe gegenübertreten
können. Darüber wollte die Arbeitsgemeinschaft Eine Welt nicht nur aufklären helfen, sondern etwas dagegen tun. So hat sie den Weltladen in Bad Waldsee begonnen. Denn fairer Handel, Fair Trade, ermöglicht bessere Preise für Kleinbauernfamilien, sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte, weil sie nicht dem Druck und der Ausbeutung großer Konzerne ausgeliefert sind. Deshalb kaufe ich im Waldseer Weltladen ein … und weil die Waren toll aussehen und die Lebensmittel einfach gut schmecken.“

Richard Pschibul lebt in Bad Waldsee und war hier viele Jahre als Kurseelsorger tätig. Er ist Gründungsmitglied des Vereins Arbeitsgemeinschaft eine Welt e. V., der den Weltladen vor mehr als 25 Jahren in Bad Waldsee gegründet hat.

Marion Bohner am 12. März 2020

„Ich kaufe fair Gehandeltes, weil … 

… mein fairer Einkauf etwas mit meinem Beruf zu tun hat. Ich bin ebenfalls Landwirtin. Ich maße mir nicht an, die Bedingungen in Bad Waldsee mit denen in Burundi oder auf den Philippinen zu vergleichen. Und doch haben wir als Landwirte eine Gemeinsamkeit: Neben dem Wunsch, dass die Produkte, die wir mit viel Herzblut, Achtsamkeit und manchmal auch Idealismus produzieren, gerecht – also fair – bezahlt werden. Ein Wunsch verbindet alle Landwirte und Bauern, egal an welchem Ort auf der Welt sie leben: dass ihre Produkte so viel wert sind, dass alle davon leben können ohne von Großabnehmern, Discountern oder Subventionen abhängig zu sein.“

Marion Bohner ist Biolandwirtin in Kohaus und engagiert sich seit vielen Jahren in der Fairtrade-Steuerungsgruppe der Stadt Bad Waldsee für weltweit fairen Handel.

Christa Göbel am 27. Februar 2020

„Ich kaufe fair Gehandeltes, weil … 

… weil ich der Meinung bin, dass alle Menschen das Recht auf ein gutes Leben haben. Dazu gehört, dass sie von ihrer Arbeit leben können. Das heißt, dass sie sich ernähren, wohnen, für ihre Gesundheit sorgen und ihre Kinder zur Schule schicken können. Vielen Menschen im globalen Süden ist das nicht möglich. Hier bei uns wird gern und großzügig gespendet, damit diesen Benachteiligten ein besseres Leben ermöglicht wird. Nichts dagegen! Doch der brasilianische Bischof Dom Helder Camara sagte schon vor mehreren Jahrzehnten: ‚Wenn ihr uns gerechte Preise zahlt, könnt ihr eure Almosen behalten.‘ Gerechte Preise – für uns meist nur ein bisschen mehr – ermöglichen Arbeitern und Bauern hier bei uns und weltweit ein Leben in Würde.“

Christa Göbel ist Mitglied der Fairtrade-Steuerungsgruppe in Bad Waldsee.

Eva Militz am 16. Januar 2020

„Ich kaufe fair Gehandeltes, weil … 

… wir alle Menschen der Einen Welt sind. Egal wo wir leben, stehen wir immer in Beziehung zueinander. Zufälligerweise lebe ich auf der Sonnenseite dieser Welt. Dies ist nicht mein Verdienst. Gerade deshalb ist es mir wichtig, mit meinen Kaufentscheidungen einen positiven Beitrag für die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen in dieser Einen Welt zu leisten. Daher lege ich Wert auf den Kauf von fair gehandelten Produkten. Mein Gemüse erhalte ich über die Solidarische Landwirtschaft. So passt alles gut für mich zusammen.“

Eva Militz ist Flüchtlings- und Integrationsbeauftragte beim Landkreis Ravensburg sowie seitens der evangelischen Kirchengemeinde Mitglied der Fairtrade-Steuerungsgruppe in Bad Waldsee.

 

Veronika Linder am 12. Dezember 2019

„Ich kaufe fair Gehandeltes, weil … 

… Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung sehr wichtig für mich sind. Deshalb spielt es eine große Rolle, wer zu welchen Bedingungen meinen Kaffee gepflückt und meine Kleider genäht hat. Werden die Rohstoffe für mein Handy ohne Kinderarbeit und ohne Gesundheitsgefährdung abgebaut? In meinen Einkaufskorb kommen deshalb vorwiegend fair gehandelte und regional angebaute Lebensmittel. Wenn wir faire Preise bezahlen, können wir mitbestimmen, wie gut die Menschen von ihrer Arbeit leben können.“

Veronika Linder ist in der Fairtrade-Steuerungsgruppe der Stadt als Vertreterin des Katholischen Deutschen Frauenbunds. Sie ist ebenfalls engagiert im Weltladen und in der Arbeitsgemeinschaft Eine Welt.

Miriam Weiss am 21. November 2019

„Ich kaufe fair Gehandeltes, weil … 

… Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und die Reflexion des Konsumverhaltens eine große Rolle für mich spielen. Deswegen versuche ich, diese Faktoren auch bei meinen eigenen Einkäufen zu berücksichtigen. Besonders jetzt im Herbst kaufe ich fair gehandelten Tee. Die Teebauern bekommen für ihre Produkte einen höheren Lohn und bessere Arbeitsbedingungen, unter anderem sind Diskriminierung und Kinderarbeit verboten. Ebenso wird der Einsatz von Pestiziden oftmals stark eingeschränkt. So kann ich meinen Tee mit gutem Gewissen genießen.“

Miriam Weiss ist in Bad Waldsee aufgewachsen. In der Fairtrade-Steuerungsgruppe ist sie die Vertreterin der Jugend und bietet in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule die „Weltbewusst“- Rundgänge durch die Stadt an. Sie ist ebenfalls engagiert im Verein Young Culture und in der Arbeitsgemeinschaft Eine Welt.

Rosa Eisele am 17. Oktober 2019

„Ich kaufe fair Gehandeltes, weil … 

…mit gekaufter oder geschenkter fair gehandelter Schokolade kann ich die Kakao-Plantagenbesitzer bei der nachhaltigen Bewirtschaftung ihrer Flächen unterstützen. Diese Familien bekommen einen gerechten Lohn und können ihre Kinder zur Schule schicken. Geteilte Freude ist doppelte Freude.“

Rosa Eisele ist als Mitglied des Gemeinderates seit vielen Jahren engagiert in der Fairtrade-Steuerungsgruppe. 

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