Project Description

Standby-Projekt

Stromräubern auf der Spur – Standby-Projekt an allen fünften Klassen der städtischen Schulen.

(jh/bg) – Im Rahmen des European Energy Awards hat die Stadt Bad Waldsee alle fünften Klassen der städtischen Schulen von der Energieagentur schulen lassen. Förderschule, Werkrealschule, Realschule und Gymnasium bekamen in den vergangenen Wochen Besuch von speziell geschulten Mitarbeiterinnen (Iris Ege und Nadine Wahl) der Energieagentur, um gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern das Thema Energie und Energieeinsparung genauer zu beleuchten und gemeinsam auf die Suche nach Stromräubern zu gehen.

Jan Herkommer, Mitarbeiter des Gymnasiums, berichtet stellvertretend für alle Schulen über die Aktion am Bad Waldseer Gymnasium:

In der ersten Doppelstunde lag der Schwerpunkt vor allem beim Thema Klimawandel. Was bedeutet Klimawandel überhaupt und was für konkrete Auswirkungen hat das für die Schüler? So wurde den Schülern zum Beispiel klar, dass durch das Schmelzen der Pole nicht nur der Lebensraum der Eisbären gefährdet wird, sondern dass auch der Meeresspiegel steigt, was für einige Inseln schon jetzt zum Problem wird. Doch auch schwierigere Sachverhalte, wie zum Beispiel Auswirkungen von Treibhausgasen oder die umweltschädliche Verwendung fossiler Rohstoffe, wurde den Kindern vereinfacht erklärt. So konnten sie nachvollziehen, dass die einfachste Möglichkeit, das Klima zu schützen, Energiesparen ist – denn dadurch entsteht gar nicht erst das Problem, Energie bereitstellen zu müssen.

Wo man mit wenig Aufwand viel Energie sparen kann, zeigten Nadine Wahl und Iris Ege von der Energieagentur am Beispiel der sogenannten „Stromräuber“. Viele Geräte benötigen auch in ausgeschaltetem Zustand noch Strom. Auch der Standby-Modus, der heutzutage bei vielen Geräten eingebaut ist, benötigt mehr Strom als gedacht. Beim Testen mit Strommessgeräten wurde zur Verwunderung einiger Schüler festgestellt, dass zum Beispiel der CD-Player auch in ausgeschaltetem Zustand noch 3 Watt benötigt, wenn er trotzdem eingesteckt bleibt. Anschließend wurden die Schüler mit Strommessgeräten ausgestattet und bekamen die Aufgabe, über die Woche verschiedene Haushaltsgeräte zu testen und Stromräuber ausfindig zu machen.

Die Ergebnisse wurden eine Woche später ausgewertet. Die Schüler hatten überraschend viele Stromräuber ausfindig gemacht. Von der Waschmaschine bis zum Wecker oder der elektrischen Zahnbürste. Gut ein Viertel der verbrauchten  Energie geht aufs Konto von Standby-Modi oder abgeschalteten Geräten. Im Jahr könnte man hier rund 200€ sparen. Diese Zahl überraschte die Schüler und machte ihnen auf eindrückliche Weise klar, dass Energiesparen auch konkrete Vorteile für sie selber hat; nämlich Geld zu sparen. Auf Plakaten hielten sie fest, wo und wie man zu Hause, aber auch in der Schule am besten Energie einsparen kann. So sollten zum Beispiel immer abschaltbare Stromleisten verwendet werden. Aber auch in anderen Bereichen kann viel Energie gespart werden. Sei es im Verkehr oder beim täglichen Lüften.

Zum Abschluss durften die Fünftklässler beim Energiesparquiz dann noch einmal überprüfen, was sie in den letzten Stunden gelernt hatten. Begeistert waren die Schüler von dem Vorschlag des „PowerPakts“. Dies ist ein Vertrag, den Kinder mit ihren Eltern abschließend können und der beinhaltet, dass die Kinder die Hälfte der von ihnen eingesparten Energiekosten als Taschengeld zurückbekommen. Das kam bei den Schülern entsprechend gut an.

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