Text/Foto: Brigitte Göppel

Orkan richtete Schäden an
Wichtig: Wälder nicht betreten!

Der Orkan „Sabine“ hat am vergangenen Montag auch im Bereich von Bad Waldsee größere Schäden angerichtet. So zum Beispiel im städtischen Naherholungsgebiet Tannenbühl. Unter anderem ist das Wildgehege durch umgestürzte Bäume beschädigt worden. Das genaue Ausmaß sei derzeit noch nicht abschätzbar, teilt Stadtförster Martin Nuber mit. Allein im Stadtwald lägen jetzt zwischen 3000 und 5000 Festmeter Sturmholz. „Das ist die Größenordnung eines Jahreseinschlags“, erklärt er.

Die Stadtverwaltung bittet die Bevölkerung darum, das Gebiet Tannenbühl bis mindestens Mitte kommender Woche zu meiden, da jederzeit mit herabfallenden Ästen oder umstürzenden Bäumen gerechnet werden muss. Auch der Mountainbike-Parcours darf nicht benutzt werden und bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Auch alle anderen Wälder sollten gemieden werden, bis die Waldarbeiter auch die abgebrochenen Äste und angeschobenen Bäume entfernt haben.

Auch außerhalb der Wälder hat der Sturm Schäden verursacht. Im Stadtgebiet fielen ihm 30 Bäume, die der Stadt gehörten, zum Opfer. Einer davon war eine kerngesunde und erst 20 Jahre alte Sommerlinde, die direkt neben dem Buswartehäuschen an der Bleichestraße umgestürzt ist. Glücklicherweise ist niemand verletzt worden. Einer der 30 Bäume hat allerdings bei einem geparkten Fahrzeug zu einen Sachschaden geführt. Besonders viele umgestürzte oder beschädigte Bäume gab es im Schlosspark, insgesamt zwölf Stück.

„Die Kollegen von der Abteilung Grünpflege und vom Baubetriebshof machen einen richtig guten Job. Und das bei Wind und Wetter“, sagt Ann Katja Weiß, Leiterin der Abteilung Grünfläche der Stadtverwaltung. Alle Frauen und Männer der städtischen Grünpflege seien derzeit damit beschäftigt, die Schäden so schnell wie möglich zu beseitigen und die Gefahrenstellen zu entfernen.

„Ein großer Dank geht auch an die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Bad Waldsee“, sagt Armin Brutschin von der Abteilung Grünflächen. „Diese haben bereits in der Nacht hervorragende Vorarbeit geleistet.“ Generell könne man sagen, dass Feuerwehr, Baubetriebshof, Ortschaftsverwaltungen sowie die Abteilungen Grünfläche und Grünpflege hervorragend zusammengearbeitet haben.

Die Schäden des Tiefs kommen nun zusätzlich zu den regulär geplanten Fällungen hinzu. Das führt zu weiteren und kurzfristigen Sperrungen von Straßen und Plätzen, Parkplätzen sowie zu Umleitungen. Die Stadtverwaltung appelliert, keinesfalls die Sperrungen zu missachten, denn es besteht Lebensgefahr.

Im Bild oben rechts ist zu sehen, wie städtische Mitarbeiter die umgestürzte Sommerlinde an der Bleichestraße zersägen und beseitigen. Das mittlere und das untere Bild zeigen einen Teil der Schäden im Bereich Tannenbühl.

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