Die Volkshochschule Bad Waldsee hat am 10. Juli, nach der Einführung eines umfangreichen Qualitätsmanagements, das Qualitätszertifikat „Zertifizierte BildungsQualität“ (ZBQ) als Bildungseinrichtung erhal­ten. ZBQ ist ein Prozessmodell der Qualitätsentwicklung des vhs-Ver­bandes Baden-Württemberg.

Während einer Zeit von eineinhalb Jahren hat sich die Einrichtung in­tensiv mit ihrer Qualität beschäftigt. Eine Qualitätsgruppe, bestehend aus der langjährigen Dozentin Regina Laue, dem Teilnehmer Werner Schmid, der ehemaligen Verwaltungsangestellten Anna Baitinger und der Leiterin Beate Scheffold, analysierte Stärken und Schwächen. Sie betrachteten unter anderem die Politik der Einrichtung, Mitarbeiter­ressourcen, Finanzierung, Technologien, Gebäude, Prozessabläufe aber auch Image der Einrichtung und die Mitwirkung in der Kommune.

Daraus ergaben sich Ziele und Verbesserungsideen. Ziel war zunächst, den Kundenbedarf besser zu erfassen und somit auch Kunden zu gewin­nen. Seit Herbst 2018 wird zum Beispiel das Feedback der Teilnehmer gezielt abgefragt und mit einzelnen Kursteilnehmern wurden Interviews geführt. Eine neue Homepage, die Einführung des Newsletters sowie eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit tragen ebenso zur Qualitätsstei­gerung bei wie die Beschreibung von wiederkehrenden Prozessabläu­fen und die Umgestaltung und Modernisierung der vhs-Räumlichkeiten. Die Volkshochschule möchte ein Ort der Begegnung sein – ein Ort, an dem man sich wohl fühlt, sich austauscht, Gemeinschaft erlebt und Zu­sammenleben mit unterschiedlichsten Menschen möglich ist.

Ein weiterer Schwerpunkt des Qualitätsprojekts lag auf der Erweiterung des Bereichs der „Jungen vhs“ und dem Ausbau der Kooperationen mit Firmen und örtlichen Institutionen und Initiativen. So hat die vhs zum Beispiel in Kooperation mit dem Stadtseniorenrat eine Medienwerk­statt für „Silver-Ager“ und eine Tastaturschulung für die Mitarbeiter des Heilig-Geist-Spitals durchgeführt. Die festgelegten Ziele konnten alle erreicht und Teilnehmer gewonnen werden.

Die vhs-Mitarbeiter freuen sich nach dem Kraftakt der Projektumset­zung über die bestandene Zertifizierung durch die Begutachtungsstelle. Diese setzt sich aus wissenschaftlichen Mitgliedern, einer Vertretung der Teilnehmer, Repräsentanten der Volkshochschulen sowie Vertretern des Volkshochschulverbandes zusammen (insgesamt sieben Mitglie­der). Der Erhalt der ZBQ-Zertifizierung ermöglicht die weitere Finan­zierung von Integrationskursen durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Außerdem sichert es den Verbleib im Volkshochschulver­band und somit die Bezuschussung durch das Weiterbildungsgesetz. Die Dokumentation des Qualitätsprojekts wurde von der Begutach­tungsstelle als hervorragende Leistung hervorgehoben. Das Zertifikat ist für drei Jahre gültig.

Rechts im Bild zu sehen ist Beate Scheffold, Leiterin der vhs. Links Ger­linde Buemann, zuständige Fachbereichsleiterin bei der Stadtverwal­tung.

bes/Foto: vhs

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